Im Sommer 2026 widmet das ZAHA Museum of Art in Seoul dem Künstler eine institutionelle Einzelausstellung. Die Zusammenarbeit mit dem renommierten Museum markiert einen bedeutenden Schritt in der internationalen Wahrnehmung seines Werkes.
Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die Werkgruppe GipfelWelten, an der Harry Meyer über einen Zeitraum von mehr als fünf Jahren gearbeitet hat und die nun erstmals öffentlich präsentiert wird. Die Gemälde verstehen Landschaft nicht als bloße Darstellung von Natur, sondern als emotionalen und geistigen Erfahrungsraum. Charakteristisch für Meyers Malerei ist ein dichter, pastoser Farbauftrag von außergewöhnlicher physischer Präsenz, in dem sich Atmosphäre, Erinnerung und malerische Geste zu eindringlichen Bildwelten verbinden.
Für diese Werkgruppe bietet das ZAHA Museum of Art einen besonders stimmigen Resonanzraum. Eingebettet in die Landschaft des Inwangsan-Gebirges eröffnet das Museum einen unmittelbaren Bezug zu den Themen der Ausstellung. Im koreanischen Kulturkreis, in dem Berglandschaften seit Jahrhunderten eine zentrale spirituelle und ästhetische Bedeutung besitzen, entfalten die Arbeiten von Harry Meyer eine zusätzliche kulturelle und inhaltliche Dimension.
Begleitend zur Ausstellung erscheint ein umfangreicher Katalog mit Beiträgen von Nils Ohlsen, Direktor des Lillehammer Art Museum (Norwegen), sowie des koreanischen Kunstkritikers Park Young-Taek, die unterschiedliche Perspektiven auf das Werk und die Bedeutung dieses Ausstellungsprojekts eröffnen.