Landschaft - Ernst Weil
Die 1955 entstandene Landschaft gehört zu einer zentralen Werkphase Ernst Weils, in welcher sich seine charakteristische „kubistisch-tektonische“ Auffassung der Landschaft vollständig herausbildet. Der sichtbare Naturraum bleibt Ausgangspunkt, wird jedoch in ein autonomes Gefüge aus Farbe, Fläche und geometrischer Struktur übersetzt. Das Werk steht damit exemplarisch für Weils künstlerische Position Mitte der 1950er Jahre – zwischen der klassischen Moderne und der sich in Deutschland neu formierenden abstrakten Malerei der Nachkriegszeit. Zugleich markiert es die konstruktive Phase unmittelbar vor seinem Umzug nach Paris 1957 und der dort einsetzenden Hinwendung zu einer freieren, gestischeren Malweise.

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