Shortcut Elvira Bach @ Nürnberg

Elvira Bach zählt zu den prägenden Künstlerinnen der deutschen Gegenwartskunst. Seit den frühen 1980er Jahren entwickelt sie ein ebenso unverwechselbares wie konsequentes Werk, das den weiblichen Körper in den Mittelpunkt stellt, nicht als Objekt, sondern als selbstbestimmtes Subjekt.

Bekannt wurde Bach im Kontext der sogenannten „Jungen Wilden“, einer Generation von Künstlerinnen und Künstlern, die sich gegen die kühle Strenge von Minimal Art und Konzeptkunst wandte und mit expressiver Figuration, kraftvoller Farbigkeit und emotionaler Direktheit eine neue Bildsprache etablierte. Innerhalb dieses Umfelds nahm Elvira Bach jedoch von Beginn an eine besondere Position ein. Sie brachte eine dezidiert weibliche Perspektive in eine Bewegung ein, die trotz ihrer konventionsbrechenden Natur zunächst stark männlich geprägt war.

Bachs Figuren, häufig als Selbstporträts lesbar, begegnen dem Betrachtenden frontal, selbstbewusst und mit großer körperlicher Präsenz. Ihre Frauen sind monumental und verletzlich zugleich, ausgestattet mit Attributen, Gesten oder Blicken, die individuelle Identität und innere Haltung sichtbar machen. Der Akt dient dabei nicht der idealisierten Darstellung, sondern wird zum Träger von Erfahrung, Selbstbehauptung und Emanzipation.

In ihren Arbeiten verhandelt Elvira Bach Fragen nach Rollenbildern, Körperlichkeit und weiblicher Autonomie. Der Körper erscheint als Ort von Stärke, Widerstand und Selbstermächtigung, fernab traditioneller, passiver Aktdarstellungen, und entfaltet so eine zeitlose Aktualität.

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