Stop Motion
Bewegung festhalten, ohne sie zum Stillstand zu bringen.
Unter dem Titel Stop Motion zeigt die Bode Galerie eine Einzelausstellung des 1954 in Dresden geborenen Künstlers Helge Leiberg. Malerei, Skulptur und Graphik treten dabei in einen lebendigen Dialog und machen sichtbar, was Leibergs Werk seit Jahrzehnten prägt: den Menschen in Bewegung.
Leibergs Figuren tanzen, springen, balancieren, begegnen und entfernen sich. Mit weit ausgreifenden Gesten und überlängten Gliedmaßen werden sie zu Chiffren menschlicher Existenz – zwischen Leichtigkeit und Spannung, Nähe und Distanz, Individualität und Gemeinschaft. Seine langjährige Beschäftigung mit Tanz, Musik und Performance ist dabei weit mehr als eine Inspirationsquelle: Rhythmus und Bewegung sind zu einem wesentlichen Bestandteil seiner künstlerischen Sprache geworden.
Stop Motion nimmt diesen Gedanken auf. Wie ein angehaltener Moment aus einer fortlaufenden Bewegung erscheinen Leibergs Figuren für einen Augenblick fixiert – auf der Leinwand, im graphischen Blatt oder als Skulptur im Raum. Doch der nächste Schritt scheint bereits angelegt. Das Bild steht still, die Bewegung geht im Kopf des Betrachters weiter.
Die Ausstellung lädt dazu ein, Helge Leibergs unverwechselbares Welttheater zwischen Linie, Farbe, Körper und Raum zu entdecken.