Ausstellung „Willi Siber – Reflecting Light“
Willi Sibers Arbeiten entziehen sich einer eindeutigen Zuordnung. Sie bewegen sich zwischen Malerei, Skulptur und Objektkunst und entstehen aus einem konsequenten Interesse an Material, Oberfläche und Wahrnehmung. Im Zentrum seines Werks steht weniger das einzelne Medium als vielmehr die Frage, wie Form, Farbe, Licht und Raum miteinander in Beziehung treten und wie sich diese Beziehungen durch die Bewegung des Betrachters fortwährend verändern. Ausgangspunkt seiner Arbeiten ist häufig die genaue Beobachtung natürlicher Prozesse: Reflexionen auf Wasseroberflächen, organische Strukturen oder die Veränderung von Licht im Raum. Siber übersetzt diese Eindrücke jedoch nicht illustrativ. Vielmehr dienen sie ihm als Impuls für eine eigenständige Erforschung von Materialität und Wirkung. Seine Werke entstehen in langen experimentellen Prozessen, in denen Werkstoffe an ihre Grenzen geführt werden. Holz, Stahl, Harz oder Lack verlieren dabei ihre gewohnte Funktion und entwickeln eine beinahe autonome Präsenz.