Nürnberg II - Jochen Pankrath

Die Darstellung der Stadt besitzt eine lange Tradition zwischen Kunstwerk und Dokumentation: Stadtansichten halten Architektur fest und vermitteln zugleich ein Bild davon, wie eine Stadt sich selbst versteht. Für Nürnberg ist diese Tradition besonders bedeutend – bereits die 1493 erschienene Schedelsche Weltchronik zeigt die Stadt in einer eindrucksvollen Holzschnittansicht und macht ihre Silhouette zu einem frühen Bild städtischer Identität.

Jochen Pankrath führt diesen Blick auf die Stadt in die Gegenwart. Kirchtürme, Burg und die dicht gestaffelten Dächer formen eine vielschichtige urbane Landschaft unter einem weit geöffneten Himmel. Dabei verbindet sich topografische Wiedererkennbarkeit mit freier malerischer Interpretation. Nürnberg erscheint nicht als nüchterne Dokumentation, sondern als gewachsener Organismus aus Architektur, Geschichte und Erinnerung.

So knüpft Pankrath an die jahrhundertealte Tradition der Stadtlandschaft an und übersetzt sie in eine zeitgenössische malerische Sprache.

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