White Night I - Bona Koo
In „White Night I“ untersucht Bona Koo das Verhältnis von Natur und Zivilisation unter dem Einfluss der Zeit. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie menschlich geschaffene Ordnungen vergehen, durch natürliche Prozesse verändert werden und daraus neue Verbindungen entstehen. Auf hellem Hanji-Papier entfalten sich stern- und blütenartige Gebilde, kristalline Körper, Verästelungen und gezackte Bergformen, die sich keiner eindeutigen gegenständlichen Wirklichkeit zuordnen lassen. Manche Formen erscheinen wie natürliche Fundstücke, andere wie freie Erfindungen. Gemeinsam bilden sie eine Landschaft, in der unterschiedliche Zeiten und Zustände nebeneinander bestehen. Die Komposition verzichtet auf eine eindeutige räumliche oder zeitliche Ordnung und eröffnet damit verschiedene Möglichkeiten der Wahrnehmung und Interpretation.

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