Markus Lüpertz (*1941 in Liberec, heute Tschechien) zählt zu den prägenden Künstlerpersönlichkeiten der deutschen Nachkriegskunst. Als Maler, Bildhauer, Grafiker und Dichter entwickelte er seit den 1960er Jahren eine unverwechselbare Bildsprache zwischen Figuration und Abstraktion. Besonders seine sogenannte „dithyrambische Malerei“ verbindet expressive Gestik mit kunsthistorischen, mythologischen und literarischen Bezügen. Lüpertz setzte sich intensiv mit der Tradition europäischer Malerei auseinander und gilt als bedeutender Erneuerer der figurativen Kunst in Deutschland.
Zu den wichtigsten institutionellen Ausstellungen zählen unter anderem die Staatliche Kunsthalle Baden-Baden (1973), die Kunsthalle Bern (1977), die Teilnahme an der documenta 7 in Kassel (1982), das Stedelijk Van Abbemuseum Eindhoven (1983), das Lenbachhaus München (1986), die Albertina Wien (2010) sowie die große Retrospektive „Über die Kunst zum Bild“ im Haus der Kunst München (2019/20). Seine Werke befinden sich heute in zahlreichen internationalen Museumssammlungen, darunter die Nationalgalerie Berlin, das Musée d’Art Moderne de la Ville de Paris oder das Moderna Museet Stockholm.