Phoenix - Donata Benker
In dieser Komposition tritt die menschliche Figur als zentrales Moment in Erscheinung. Der Körper ist gekippt, verschränkt mit architektonischen Splittern, Lichtfeldern und dynamischen Farbbahnen. Er ist weder ruhender Mittelpunkt noch isoliertes Motiv, sondern Teil eines energetischen Gefüges.
Leuchtende Gelb- und Orangetöne brechen aus dem Zentrum hervor, durchziehen die Szenerie wie digitale Raster oder urbane Lichtstrukturen. Gleichzeitig öffnen sich perspektivische Räume, die an Innenarchitektur oder Stadträume erinnern – jedoch ohne klare Verortung. Stabilität und Desorientierung bestehen nebeneinander.
Benker verbindet Figuration und Konstruktion zu einer vielschichtigen Raumerfahrung. Der Mensch erscheint eingebunden in ein System aus Bewegung, Fragmentierung und innerer Logik. Das Bild beschreibt keinen festen Ort, sondern einen Zustand – ein Gleichgewicht zwischen Präsenz und Auflösung, zwischen Körper und gebauter Welt.

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