In senza modo III entwirft Wolfgang Bühler eine monumentale Bergwelt, die keinem realen Ort verpflichtet ist, sondern vollständig aus der Vorstellung des Künstlers entsteht. Massive Gipfel schieben sich aus Nebel und Wolken hervor und verbinden körperliche Präsenz mit beinahe unwirklicher Ferne. Die fein strukturierte Oberfläche der Berge steht im spannungsvollen Gegensatz zu den atmosphärisch aufgelösten Himmels- und Nebelzonen. So entsteht eine Landschaft zwischen genauer Naturbeobachtung und freier Imagination, die dennoch die Erhabenheit und elementare Kraft des Hochgebirges unmittelbar vermittelt. Gerade diese überzeugende Verbindung von Wirklichkeit und innerem Bild faszinierte auch Reinhold Messner, der Bühler zu einer Einzelausstellung in seinem Museum in Bozen einlud.
senza modo III wird damit zu einer eindringlichen Vorstellung von Gebirge als Naturraum, Projektionsfläche und Erfahrung des Erhabenen.